Marmels Kleid „Angebissene Äpfel“

Vergangenen Freitag war es endlich soweit: die langersehnte Stofflieferung von Mamasliebchen hatte sich angekündigt. Da ich tagsüber nicht zuhause war, hat der Postbote das Päckchen bei meiner Nachbarin abgegeben. Nach Ankunft zuhause klingelte ich aufgeregt bei meiner Nachbarin, um den Schatz abzuholen. „Ich kann dir das Päckchen nur geben, wenn du es gleich hier aufmachst. Ich weiß genau, was da drin ist!“ grinste sie mich an. Sie holte das Päckchen und eine Schere. Ich öffnete das Paket und da waren sie: die neuen Glitzer-Shapelines in braun und rosa und der Applebite in einem warmen apricot. Traumhaft wie sie so vor sich hin glitzerten in ihrer kleinen Verpackung. Meine Nachbarin war ebenfalls begeistert und erzählte mir dann, dass sie leider nur noch vorbestellen konnte und sich aber jetzt schon sehr darauf freut. Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude :-).

Ein Schnittmuster für den Applebite

Da ich die Shapelines zusammen mit Marlen vernähen wollte, hab ich die beiden Stoffe erstmal beiseite gelegt und mich dem Applebite gewitmet. Vor mir lag ein glitzerndes Stück Stoff in der Größe 1m x 1,50m. Viel war es nicht. Ich durchkramte meine Schnittmuster, die ich bereits für meine kommenden Projekte ausgesucht hatte. Enttäuscht musste ich dann aber feststellen, dass ich für alles mehr Stoff benötige. Aber ich wollte auch nicht irgendwas aus dem Applebite nähen. Es sollte etwas sein, dass ich gern tragen würde. Nach längerem Überlegen entschied ich mich, ein eigenes Schnittmuster zu entwerfen. Als Grundlage dafür nahm ich mein Lieblingsshirt und machte mich an die Arbeit. Zuerst habe ich die einzelnen Teile auf ein Papier übertragen. Kurz bevor ich ausschneiden wollte, fiel mir glücklicherweise wieder ein, dass ich die Nahtzugabe noch berücksichtigen muss.

 

Applebite-Schnittmuster

Applebite-Schnittmuster

Danach habe ich das Ganze vorsichtig ausgeschnitten und die Teile prüfend übereinander gelegt. Es passte zusammen. Jetzt konnte ich die Nähmaschine anwerfen und das Ganze zusammennähen. Danach kurz drüberziehen und ein kritischer Blick in den Spiegel: Irgendwie fiel das nicht so gut, wie das ursprüngliche Shirt. Der Stoff ist dicker als der ursprüngliche. Dabei gefällt mir diese Leichtigkeit gerade an dem Shirt…

Shirt-Applebite

 

Optimierungsbedarf

Irgendwas fehlt da noch. Ich überlegte… Stoff war ja noch ein wenig übrig. Nach ein paar Minuten entschied ich mich dafür, unten noch ein breites Bündchen anzunähen und an Ärmeln und Halsausschnitt nur kleine Bündchen, um einen einheitlichen Abschluss zu haben. Ich nähte das breite Bündchen unten an und probierte den Applebite erneut an. Jetzt ist es von einem Shirt zu einer Art Kleid mutiert. Sah schon viel besser aus! Ein Wohlfühlgefühl stellte sich bei mir ein. Abschließend habe ich noch die restlichen Bündchen genäht und fertig war das Kleid „Angebissene Äpfel“ mit einem nicht perfekten, aber durchaus vorzeigbarem ersten eigenen Schnittmuster *stolz*.  Kombiniert mit schwarzer oder brauner Wollstrumpfhose und Stiefeln lässt sich das Kleid auch super auf der Arbeit tragen. Und da es bei uns im Büro immer sehr warm ist, sind die kurzen Ärmel wie gemacht dafür.

Kleid Angebissene Äpfel-Applebite

Kleid Angebissene Äpfel-Applebite

Kleid Angebissene Äpfel-Applebite

Kleid Angebissene Äpfel-Applebite

Kleid Angebissene Äpfel-Applebite

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